Rupprecht

Rupprecht Losert, Jazzgitarre
Hier klingt die Gitarre und nicht der Musiker.
Er ist nur Diener eines Instruments, das aus einem ganz besonderen Holz geschnitzt ist, - geschnitzt wie eine Violine aus dem Holz einer alten Fichte für einen großen Musiker: Attila Zoller. Dazu gleich mehr.
Als Schüler schnappte ich mir in meinem Elternhaus eine sehr einfache Gitarre mit einem ziemlich verzogenen Hals und versuchte auf Anregung eines Freundes, der mir das Griffbrett erklärte, die Klänge eines Andres Segovia zu entlocken, was natürlich nicht gelang.
Das erste Stück war - weit überfordernd - Bachs berühmtes Boureé, bekannt auch unter Rock Fans durch Jethro Tull.
Bald wurde die Begeisterung für Jazz – angetrieben durch die Besuche vieler Sessions in der alten Unterfahrt in der Kirchenstraße – dominierend. Der Traum vom professionellen Spiel wurde aber bald entzaubert: Als Klassenkamerad von Peter Wölpl wurde mir schnell klar, dass für eine berufsmäßige Karriere ein zweijähriges autodidaktische Studium kaum hinreichend war.
Wenn der Spieler schon nicht gut genug war und wohl bleiben würde, so konnte es aber doch das Instrument sein.
Bei einem Konzert von Attila Zoller (damals mit Peter Omara bei seinem ersten Auftritt in München) hatte ich ziemlich naiv den berühmten Gitarristen nach einer Gitarrenempfehlung gefragt. Da dieser nach dem Konzert wieder nach Übersee zurückkehrte, bot er mir seinen Prototyp aus dem Hause Höfner an, - mit geschnitzter Fichtedecke und einem ganz besonderen hölzernen Klang.
Seither spielt diese Gitarre mit mir und ich versuche - soweit es geht – diesem Instrument mit seinem besonderen Klang einigermaßen gerecht zu werden, vor allem bei Sessions in der Umgebung und nun auch bei LakeJazz.