Gunter

Angefangen hab ich ja in der Blasmusik, wie soviele „damals“, im bayerischen Hinterland.
Mit dem Baritonhorn im Festzelt, bei Umzügen und dann noch die Auslandsreisen mit dem Verein. Das war schon was, ich denke da gerne dran zurück.
Bis mal in bierseeliger Laune ein Profi-Posaunist zu uns auf die Bühne kam und ein Blasmusik-Potpourri total verjazzt hat. Da war´s dann um mich geschehen, sowas wollte ich auch spielen.
Also erstmal Posaune lernen, das archaische Ding ohne Ventile oder Tasten, das nur mit Luft, Lippen und quasi den Ohren gespielt wird. Und dann auch noch beim einizigen Lehrer weitundbreit, der auch tatsächlich noch ein Jazz-Verbot propagiert hat: Erst mal präzische nach Noten spielen lernen mit klassischem Ton war die Devise.
War ja auch ganz nett, Kirchenmusik, Quintett a la Canadian Brass und so. Aber Jazz blieb halt doch mein Ziel.
Und so kam es, wie es kommen musste:
erst Bigband (noch streng nach Noten) und schließlich Jazz in kleinen Formationen, bei denen es hauptsächlich um Improvisation geht…